Mittwoch, 12. Juni 2013

Besuch aus Amerika!



In dieser Woche ist schon wieder so viel passiert, dass ich ausnahmsweise schonmal am Mittwoch was schreibe. Montag war der erste Tag mit den Amerikanern. Achso, davon habe ich ja noch gar nichts geschrieben. Also meine Schule bekommt ja immer mal Gäste aus dem Ausland und so besuchen uns in dieser Woche einige Studenten aus Tennessee mit  2 Lehrern. Sie machen ein Kunst - und Theaterprojekt mit der 5. Klasse. Was super interessant ist und die Schüler verbessern zugleich ihre Englischkenntnisse. :) 

Also zu Montag: Begonnen wurde der Tag mal wieder mit einer Fællestime, wo wir natürlich das Schullied für die Gäste gesungen haben und die 4. Klasse hat auch eine kleine Präsentation ihres Könnens gegeben. Einen ihrer Songs mag ich besonders: Over Byen von NOAH. Der gefällt mir ziemlich gut und damit ihr auch was davon habt hier das Video vom Originalsänger:


Ja danach gingen alle in ihre Klassen und zum Lunch gab es - Überraschung - etwas zu essen. Einen typischen dänischen Lunch - da lassen sich die Dänen echt nicht lumpen, wenn es um Gastfreundlichkeit geht. Obwohl ich habe nicht so einen Begrüßungslunch bekommen?! ;)

Am Dienstag bat mich Nina mit zwei ihrer Gaststudenten (alle Schlafen in Gastfamilien und erleben so das dänische Leben hautnah!) ein bisschen in Brenderup rumzuführen. Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass es hier eigentlich nicht so viel zu sehen gibt. ;) Zunächst gab es ein bisschen Kuchen aus der besten (und einzigen) Bäckerei in Brenderup - Smørkage. Damit sind wir dann zur Hojskole maschiert und haben dort einen Kaffee und den entsprechenden Kuchen zu uns genommen. Lecker! 
Anschließend haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht und haben uns dann wieder in der Schule eingefunden. 

An diesem Abend sollte das Treffen für die Eltern und Kindern der zukünftigen 0. Klasse stattfinden (Zur 0. Klasse gibt es demnächst mal ein bisschen mehr). Dort gab es dann mal wieder was zu essen und ich habe ein bisschen bei der Vorbereitung dessen geholfen. Ja ich war ganz froh nicht alleine in der Højskole sitzen zu müssen, denn die Schüler sind zu ihrem letzten Trip aufgebrochen, der bis Donnerstag früh dauert. Ja, die Workcamper waren noch da, aber das sind ja nicht so viele.Und die sind nun heute auch zu diesem besagten Trip aufgebrochen um die anderen zu treffen. Wäre ich nicht schon verplant gewesen, wäre ich auch mithingefahren!
Zurück zu dem Treffen: Ich fand es toll, die Eltern lernen die Lehrer kennen, die Schule und sich untereinander. Das ist toll. Ich erinnere mich noch, dass meine Eltern nur die wenigstens meiner Lehrer gekannt haben (mich das aber auch nicht weiter gestört hat, weil ich es eben auch nicht anders kannte.). Aber jetzt wo ich das weiß, wie das sein kann, will ich auf jeden Fall später auch mal, ein gutes Verhältnis zu den Eltern meiner Schüler aufbauen. Wieder etwas tolles aus Dänemark mitgenommen. :)
Als ich nach Hause kam, war es echt komisch. In meinem Gang waren alle Türen offen und alle Zimmer leer. Ich hab dann erstmal festgestellt, dass mein Zimmer echt das kleinste ist. ;) Naja an meiner Tür fand ich dann folgenden Zettel:


Voll süß! Zum Glück muss ich mich von Jo, also Joana, noch nicht ganz verabschieden, da sie nach dem Trip als Volunteer arbeiten wird. :)
Am Mittwoch Nachmittag durfte ich mit in ein Kunstmuseum in Kolding - Trapholt. Es war echt ziemlich cool. Zunächst haben wir einen schönen Blick auf den Kolding Fjord genießen dürfen. Und dann haben wir ein sehr seltsames Haus angeschaut, das aus einem Würfelsystem besteht und beliebig erweiterbar ist. Sehr sonderbar.



Im Haus sind zur Zeit noch zwei weitere Ausstellungen (neben einer Dauerausstellung mit lauter Stühlen). Die eine ist von Marco Evaristti und die andere von Nick Cave, nicht dem Sänger. Ersterer wurde in Dänemark vor allem durch folgendes bekannt: Er installierte als "Kunst" Mixer mit Goldfischen drinne und die Mixer funktionierten auch. Viel können sich diejenigen mit viel Phantasie vorstellen was passierte. Für alle andere kann ich es auch erklären: Viele Besucher gingen seiner Bitte nach die Mixer einzuschalten und die Goldfische erlitten einen grausamen Tod. Für die einen Kunst, für die anderen Tierquälerei. Aber er ist damit immerhin im Gespräch geblieben.
Viel hübscher anzusehen war da doch gleich die Ausstellung von Nick Cave unter dem Titel: The World is my skin. Er stellte mit verschiedenen alltäglichen Materialien so etwas wie Kostüme her. 




Das besondere an der ganzen Sache sind die dazugehörigen Musikvideos. Hier zum Beispiel:


Anschließend haben wie noch unzählige Stühle betrachtet. Dänische Architektur. Leider durfte man keinen der Stühle anfassen, geschweige denn sich hinsetzen. 





Okay, das waren also schonmal drei aufregende Tage in dieser Woche. Morgen steht dann Verabschiedung auf dem Plan. Oh gott...ich finde Abschiede blöd!
So, wünscht mir Glück, dass ich diese Nacht ganz alleine in der Højskole überlebe und mich keine Geister anfallen!

Vi ses
Chrissi


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen