Sonntag, 31. März 2013

Stockholm - und die Sonne lacht!

Angekommen in Stockholm am Donnerstag beschloss ich meinen Füßen einen Gefallen zu tun und ein drei Tagesticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Das war auch nötig, denn das Hostel in Stockholm lag 4km vom Hauptbahnhof entfernt. Gefunden habe ich es aber gleich und ich war gleich ein bisschen begeistert. Die Insel Långholmen beherbergte nämlich bis 1975 das Gefängnis Stockholms und in eben diesem Gebäude lag auch das Hostel. Geschlafen wurde also in den ehemaligen Zellen. Alles war wieder superordentlich und eine hübsche Gästeküche hatten sie auch. Ankommen, ein bisschen einrichten und dann ging es wieder zurück in die Stadt auf der Suche nach einer Touristinformation. Einen Stadtplan hatte ich schon und so begann ich in Gamla Stan, also der alten Stadt, nach dem Touristbüro zu suchen. Gefunden habe ich den Laden, nur leider lagen die Öffnungszeiten nicht am Donnerstag. Naja es muss auch mal ohne gehen, hab ich mir gedacht und dann bin ich erstmal einfach der Nase nach in Richtung Stadt gelaufen und irgendwie führt mich meine Nase immer in die Einkaufsstraßen von Städten. Nachdem ich also ein bisschen bummeln war und jetzt endlich mal was gekauft habe (nachdem in den letzten beiden Städten immer noch auf das Gepäck achten musste und was ich noch wohin tragen muss), begab ich mich wieder zurück in Richtung Hostel.  Zurück im Hostel stellte ich fest, dass die beiden Mädels in meinem Zimmer aus Deutschland kommen und so konnten wir uns ein bisschen austauschen und ich konnte sie ausquetschen, was noch so sehenswert ist in Stockholm.
Hostel Nr. 3
See am Hostel





Am nächsten Tag fuhr ich dann zum Drottningham Palace, also einem Schloss der königlichen Familie. Es lag ein bisschen auswärts, schließlich muss auch irgendwo der riesige Schlossgarten untergebracht werden. Da ich in dem Park aufgrund von akutem Glatteis nicht wirklich vorankam, beschloss ich die 100SEK in einen Schlossbesuch zu investieren – das hätte ich mir allerdings auch sparen können, denn man konnte sich nicht allezu viel anschauen und Schlösser sehen von innen eh meistens gleich aus – naja später ist man ja immer klüger! 

Schloss Drottningholm


Nach diesem Schlossbesuch fuhr ich zurück in die Stadt und besorgte mir beim Stadtmuseum einen Stadtplan um die sogenannte „Milleniums- Tour“ zu machen. Ich war also auf den Spuren von Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander unterwegs – für die nicht so Lesebegeisterten unter euch: Es geht um die drei weltbekannten Bücher des schwedischen Autors Stieg Larsson „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ – die zu einem großen Teil in Stockholm spielen – absolute Leseempfehlung, aber es gibt auch zwei Verfilmungen – eine schwedische Independence Verfilmung für das ZDF und eine mit Daniel Craig. Ich folgte dann also dem besagten Stadtplan und kam an ganz wundervolle Orte in Stockholm, die ich ohne wohl nicht gefunden hätte.





Irgendwie war also auch der Freitag verflogen wie im Fluge. Abends wollte ich dann mein Ticket für Sonntag buchen und was musste ich voller Entsetzen lesen: SOLD OUT! WTF?! Ich konnte ja auch nur den einen Zug nehmen um wieder ins schon oft beschrieben Dorf zu kommen. Ich hatte also zwei Möglichkeiten: Entweder noch eine Nacht länger bleiben und Montag zurück fahren oder eine 12- stündige Reise quer durchs Land auf mich zu nehmen. Ich entschied mich für letzteres, da ich nicht noch eine Nacht bezahlen wollte. Also Ticket gebucht, und Samstagabend um 22:45 sollte der Bus Richtung Göteborg losfahren und von dort aus bringt mich nun der Zug nach Kopenhagen. 

Aber zurück zum Samstag: Ich schlief erstmal aus und schlenderte dann gemütlich durch die Stadt bis mir einfiel: ach Mist du wolltest dir doch die Wachablösung am Schloss angucken. Dann hab ich also die Beine in die Hand genommen und bin zum königlichen Schloss in Gamla Stan gelaufen. Die Wachparade war natürlich schon in vollem Gange, aber ich bekam noch genug mit und konnte so mal der schwedischen Parade beiwohnen.









An diesem Tag wollte ich mir das Geld für die Schlossbesichtigung sparen und ging stattdessen in die Storkyrkan, die ehemalige Krönungskirche. Hier fand übrigens auch die Hochzeit von Kronprinzessin Victoria und ihrem Daniel statt – wie schön, ich mag ja sowas! 

Ich schlenderte dann noch ein bisschen durch die Gassen in Gamla Stan, kam auch noch an der Deutschen Kirche vorbei und stellte fest: die ist nicht ganz so hübsch, wie die Storkyrkan und auch ein bisschen übertrieben! 
Der nächste Punkte auf meiner To- Do- Liste für Stockholm: Das Nobelmuseum – diesmal mit Audioguide. Es war super Interessant, es ging um das Leben von Alfred Nobel und auch sein Testament wurde mir vorgelesen – in diesem hatte er ja vermerkt, dass sein Geld zu Gunsten eines Nobelpreises verwendet werden soll – und so ist es ja bis heute und am Todestag Nobels, dem 10. Dezember, werden alljährlich die Nobelpreise verliehen.  




Damit neigte sich auch dieser Tag wieder dem Ende zu, schließlich musste ich noch meine ganzen Errungenschaften verstauen.
Heute Abend gegen 17.30 werde ich dann wieder zurück in Brenderup sein – nach einer schier endlosen Reise.

Diese Reise nach Schweden war echt ein Highlight und ich muss mich auch mal ganz herzlich beim Wettergott bedanken- ich hatte die ganze Woche puren Sonnenschein. Übrigens sagen die Göteborger, das das schönste an Stockholm der Zug nach Göteborg ist. Okay, 100%ig kann ich das nicht teilen, aber insgesamt ist Göteborg mein Favorit der besuchten Städte.


Haha...German Bier drinking Music ;)


Also: Bis dann also und ich hoffe ihr habt heute alle eure Eier gefunden!
Eure Chrissi

Donnerstag, 28. März 2013

Die Göteborger haben die Haare schön!

 

Meine Begeisterung für die Stadt im Westen Schwedens hat sich ja nun schon im Pt.1. niedergeschlagen, aber sie ist gestern tatsächlich noch gewachsen. Am häufigsten habe ich gestern wahrscheinlich gesagt: "I want to visit your Museum, but i'm under 25" - das ist sozusagen das Zauberwort, denn alle die Jünger sind als 25 kommen in viele Museen kostenlos rein. Los ging es also mit dem Kunstmuseum in Göteborg. Dort gab es zwei Ausstellungen - Helene Schjerfbeck eine Malerin, die sich mit Vorliebe selber gemalt hat und Bruce Nauman, der total verrückte Sachen ausgestellt hat, wie z.B. Bilder von Clowns die komische Sachen machen oder 31 verschiedene Kombinationen Finger einer Hand abzuzählen - auf Deutsch witzigerweise. Naja in den anderen Etagen fand man dann noch Werke von Picasso und Monet und einigen dänischen Künstlern. Eigentlich bin ich ja nun nicht so der Kunstfan, aber das war irgendwie schon ganz nett anzuschauen. Meinen nächsten Stop machte im Röhsska Museum - das Museum für Design, Mode und Kunsthandwerk. Dort waren unter anderen chinesisches Porzellan, ein Brautkleid designed by Vivien Westwood und der Wohnstil im Wandel der Zeit zu sehen. Außerdem gab es die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, also wie kommen die Bilder in ihren Rahmen und wie werden die Kulissen aufgebaut. Das war doch schon wesentlich Interessanter. Nach einem kleinem Abstecher in die Saluhallen, einer riesigen Markthalle im Zentrum von Göteborg ging es weiter zum Stadtmuseum. Dort konnte man sehen wie sich die Stadt entwickelt hat und wer so in Göteborg in der Vergangenheit gewirkt hat. 

Nach diesem kulurellen Stunden war mir schon fast etwas schwindlig und ich begab mich schon etwas eher als sonst ins Hostel.

Und warum hat nun Göteborg die Haare schön? Ganz einfach, jedes dritte Geschäft ist ein Friseur und es war nicht mal so, dass in dem ein oder anderen Geschäft keiner war...nein überall liesen sich die Leute die Haare schneiden. Sehr merkwürdg, Göteborg, das Mekka der Friseure?!

Also Göteborg ist echt zu empfehlen und vor allem ist es auch nicht vollkommen mit Touristen überlaufen, was allerdings zur Folge hat, dass in den Museen meist nur wenig auf Englisch übersetzt ist - schade eigentlich.

Heute bin ich dann also mit de Zug nach Stockholm gedüst - und während man bei der Deutschen Bahn immer möglichst frühzeitig sein Ticket kaufen muss, um ein Schnäppchen zu machen, gibt es in Schweden die Möglichkeit mit dem Last- Minute Ticket einen guten Preis zu bekommen. Find ich klasse!

Mehr zum Thema Stockholm gibt es, wenn ich mehr von der Stadt gesehen habe, als den H&M!


Liebe Grüße
Chrissi

Dienstag, 26. März 2013

Go:teborg - I like you!


Angekommen in Göteborg fühlte ich mich doch schon eher wie in Schweden als noch in Malmö. Ich begab mich, wie immer, erstmal auf die Suche nach einem Stadtplan, denn es galt mal wieder ein Hostel zu finden. Auch das Backpackers Göteborg war nicht so einfach zu finden...obwohl eigentlich doch. Die Hausnummern hörten pltzlich bei der 10 auf und bei der 22 gings beim nächsten Haus weiter...die Hausnummer die ich suchte war die 21...ganz toll. Naja nach einigem auf und ab (und davon gibts hier jede Menge) fand ich dann noch das Hostel und auch hier habe ich wieder voll ins Schwarze getroffen ...sehr hübsch, zentral, sauber.

Ich ging dann erstmal wieder auf Erkundungstour, zurück in die Stadt und dann fuhr ich zur Masthuggskyrkan...also einer Kirche. Dazu musste ich aber erstmal hoch hinaus...wieder an den Felswänden entlang oben angekommen hatte ich einen fabelhaften Blick über Göteborg, samt Hafen, Innenstadt, weiterer Berge und vielem mehr. 

Oper direkt am Hafen in eytravagantem Baustil- hab ich irgendwo doch schon mal gesehen!



Eisschollen!


Masthuggskyrkan


Ausblick


Ich hab den Selbstauslöser gefunden! ;)


Den Rest des Tages hab ich dann im Hostel gechillt. 

Heute früh ging es nach einen reichhaltigem Frühstück aus zu meinem Tagesausflug zu den Schären. Aber vorher ( weil ich noch jede Menge Zeit hatte bis die Fähre ging) bin ich zur

Skansen Kronan, die, welche Überraschung, wieder auf einem Berg zu finden war. Also rauf da und wieder die Aussicht genießen!

Skansen Kronan






Angekommen am Fährhafen Saltholmen nahm ich gleich die nächste Fähre die Kam zur Schäre Styrsö. Dort gab es dann einen zauberhaften Wanderweg durch die Natur und ich bin quasi bis auf die andere Seite der Schäre gelaufen. Die Schären sind größten Teils Autofrei und alle fahren nur mit diesen niedlichen Golfwagen rum oder mit dem Rad oder mit dem Roller. Irgendwann merkte ich schon, dass meine Füße schwerer wurden und ich wollte mich auf den Rückweg begeben. Naja mein sonst so guter Orientierungsinn schickte mich erstmal zum falschen Ende der Schäre ...und ich wollte doch nur einen Kaffee trinken. Leider gab es nirgendwo einen, da zur Zeit keine Saison ist und da hat das eine Kaffee nur am Wochenende auf. Naja ich hatte zum Glück Wasser und ein paar Cracker dabei. Danach begab ich mich auf die Suche nach dem richtigen Hafen bzw, der Schäre Donsö, die mit Styrso durch eine Brücke verbunden ist. Gesucht und gefunden (und damit weiß ich auch, dass mein Orientierungssinn immer wieder zurückkehrt) und gerade als ich ankam, kam auch ein Boot am Hafen an, zwar auf die Schäre Vargö. Aber da ich ohnehin gerne Boot fahre war das kein Problem. Das schöne an dem Schiff war, dass man auch nach oben auf das Außendeck gehen konnte. So lies ich mir dort ein wenig die kühle Seeluft um die Nase wehen. (Heute gibts übrigens mal mehr Bilder, weil ich die Schönheit dieser Landschaft einfach nicht in Wort fassen kann!)

Saltholmen - Fährhafen












Donsö


Boat- Trip :)

Danach bin ich noch nen bissl durch die City geschlendert, vor allem das viertel Haga bietet viele kleine Läden zum stöbern und ich wünschte mein Rucksack und vor allem mein Geldbeutel hätte keine Grenzen. ;(

Naja Göteborg ist auf jeden Fall total Zauberhaft und einen Besuch wert. Morgen werd ich mich mal kulturell ein bisschen weiterbilden. Es wird also noch einen Part 2 von VisitGo:teborg geben! ;)

Bis dahin, kauft schön Ostergeschenke ein und an alle Thüringer (speziell die Salzunger und Umgebung) ACHTUNG WERBUNG: Geht zum Osterspaziergang nach Bad Salzungen am Sonntag und kauft ein T- Shirt bei meinem Dad!

Schwedische Grüße
Chrissi

Sonntag, 24. März 2013

Malmööööö - Auftakt zur Ausweitung des Dänemark- Abenteuers in Richtung Schweden


Gestern angekommen in Malmö und mit einem Stadtplan bewaffnet machte ich mich auf die Suche nach dem Rut&Ragnars Vandrerhem. Zuvor wurde mir der Weg allerdings von Demonstranten und der Polizei versperrt. Super aufregend, alle haben irgendwas geschrien und geworfen und die Polizei war wahrscheinlich mit ihrer kompletten Manschaft und den Pferden angerückt. 
Aber zurück zur Hostelsuche: Das ganze war so unscheinbar, dass ich erstmal dran vorbeigelaufen bin - obwohl ich die Hausnummer 113 aufgeschrieben hatte, suchte ich nach der 131 - hätte ich dort schlafen wollen, hätte ich es mir neben Benzin und Diesel gemütlich machen können - ja richtig, bei Hausnummer 131 war eine Tankstelle. Also wieder zurück zum richtigen Hostel. Wie gesagt, von außen hätte ich niemals vermutet, was ich drinnen dann zu sehen bekommen habe - ein super sauberes und geräumiges Hostel. Für mich das wichtigste ist ja auch immer ein sauberes Bad - und ja, alles tippi toppi und vor allem ne Dusche, aus der das Wasser nicht so rausgetröpfelt kommt, wie in der Højskole! Also wenn einer von euch mal zufällig in Malmö schlafen muss - klare Hostel Empfehlung. Gestern hab ich dann noch zwei Mädels getroffen, die im gleichen  Zimmer geschlafen haben, zufällig aus Deutschland und und eins davon, Lena, studiert auch noch in Göteborg. Naja wir sind dann abends in so nen recht coolen Club gegangen - in den Moriska Paviljongen - drei Räume und die Show in dem einen Raum war echt freaky - verschiedene Perfomances von Künstlern - unbeschreiblich irgendwie.

Und nun kommen wir zu dem Teil, warum ich schreibe "...schlafen muss...":
Für einen Tagesausflug ist Malmö echt empfehlenswert, aber für mehr als 1 Tag gibt die Stadt nichts her. Ich habe heute viele schöne Ecken gesehen (die ein oder andere kannte ich ja auch schon), aber nun ist es auch schön, dass ich morgen nach Göteborg fahre.

Hier ein paar Impressionen:








Im Gänsemarsch, bitte!

Einkaufszentrum in Hyllie - architektonisch gelungen, von innen und außen
Auf dem letzten Bild ist das Einkaufszentrum in Hyllie, einem "Vorort" von Malmö zu sehen. Als wir das letzte mal da waren, war hier noch eine riesige Baustelle, die ist inzwischen einem hübschen Einkaufszentrum gewichen. Allerdings hat mich der Aufbau innen etwas verwirrt, sodass ich fast nicht mehr rausgefunden hätte.

So mehr gibts irgendwie nicht zu sagen, morgen gehts voll zeitig nach Göteborg- um 07.40Uhr fährt der BUs. Hä, was Bus? Ja die beiden Mädels haben mir den Tipp mit dem SweBus gegeben - so bezahle ich nur einen Bruchteil und bin in etwas genauso schnell am Ziel wie mit dem Zug - Yeah!

Also, mehr Reisegeschichten gibts dann aus Göteborg.
Liebe Grüße