Mittwoch, 19. Juni 2013

Sprachen lernen? -Damit kann man ja nicht früh genug anfangen!

Am letzten Freitag durfte ich mit Helle mal in die 0. Klasse gehen. Die Kinder in der 0. Klasse sind zwischen 5 und 6 Jahre alt und die 0. Klasse ist somit quasi eine Vorstufe zur 1. Klasse. Die Kinder lernen dort das Alphabet und die Zahlen auf ganz spielerische Art.  So kann dann in der 1. Klasse darauf aufgebaut werden. Aber nicht nur das, sie lernen auch, wie man mal stille sitzt und in Ruhe arbeitet - das klappt bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger. Man braucht natürlich viel Geduld, denn nicht alle Kinder sind gleich in ihrem Lerntempo und manche Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit als die anderen. So ist es meiner Ansicht nach, kaum einem Lehrer allein möglich all diese Bedürfnisse zu erfüllen.

Wir hatten geplant, den Kindern mal ein bisschen Deutsch beizubringen. Es sollten nur ganz einfache Dinge sein und wir wählten die Zahlen von 1- 10 aus und verschiedene Farben. Leider hatten wir nur zwei Stunden Zeit, ansonsten hätten die Kinder auch noch einige Tiernamen gelernt. :)
Los ging es mit einer kleinen Vorstellung meinerseits, in Dänisch und die Kinder haben mich sogar verstanden. :) Anschließend lernten die Kinder zu sagen "Ich heiße ..." und "Wie heißt du?" kennen und wir wiederholten den Satz der Reihe nach, bis alle Kinder einmal ihren Namen gesagt hatten. 
Danach erklärte Helle den Kindern was wir in den beiden Stunden vorhatten. Dann startete ich mit den Zahlen und es klappte erstaunlich gut. Ich sprach die Zahlen vor und die Kinder (und Helle) sprachen mir nach. Wir wiederholten das einige male - auch etwas sehr wichtiges in diesem Alter und ein bisschen umgewohnt für mich. Anschließend kamen wir zu den Farben, ich hatte für die ausgewählten Farben Stifte und hielt diese entsprechend nach oben - so konnten die Kinder mit dem Stift immer gleich eine Farbe verbinden. Hat gut geklappt und nach einigen Wiederholungen, konnten wir beginnen Farben und Zahlen zu verbinden. So teilten wir den Kindern an den Tischgruppen die Zahlen -5 zu und auf jedem Tisch lagen 6 Farben. Dann sagte ich eine Zahl und eine Farbe, wie z.B. Nummer 1 zeigt Gelb und das entsprechende Kinder hielt dann die entsprechende Farbe nach oben. Da kleine Kinder gerne malen, hatte ich noch ein Malen- nach - Zahlen - Bild mitgebracht. Es bot sich ja gerade zu an: Farben und Zahlen. So sagte ich immer die Nummer und welche Farbe genommen werden sollte und bei einem Großteil der Klasse klappte dies hervorragend. :) Leider waren dann die zwei Stunden schon wieder rum und die Kinder packten ihre Lunchpakete aus. Es hat echt Spaß gemacht und ich denke,ich habe mich ganz gut geschlagen , schließlich schenken mir die Kinder auf dem Gang immer ein Lächeln. :)

Was mir besonders aufgefallen ist: Die Kinder hatten keine Scheu etwas in einer fremden Sprache zu sagen bzw. mitzusprechen. Dies liegt wohl vor allem an ihrem Alter. Deswegen ist es förderlich für das Sprachenlernen, damit so früh wie möglich anzufangen und die Kinder auf spielerische Art und Weise an eine Sprache heranzuführen!

Also vi ses,
Chrissi :)

Mittwoch, 12. Juni 2013

Besuch aus Amerika!



In dieser Woche ist schon wieder so viel passiert, dass ich ausnahmsweise schonmal am Mittwoch was schreibe. Montag war der erste Tag mit den Amerikanern. Achso, davon habe ich ja noch gar nichts geschrieben. Also meine Schule bekommt ja immer mal Gäste aus dem Ausland und so besuchen uns in dieser Woche einige Studenten aus Tennessee mit  2 Lehrern. Sie machen ein Kunst - und Theaterprojekt mit der 5. Klasse. Was super interessant ist und die Schüler verbessern zugleich ihre Englischkenntnisse. :) 

Also zu Montag: Begonnen wurde der Tag mal wieder mit einer Fællestime, wo wir natürlich das Schullied für die Gäste gesungen haben und die 4. Klasse hat auch eine kleine Präsentation ihres Könnens gegeben. Einen ihrer Songs mag ich besonders: Over Byen von NOAH. Der gefällt mir ziemlich gut und damit ihr auch was davon habt hier das Video vom Originalsänger:


Ja danach gingen alle in ihre Klassen und zum Lunch gab es - Überraschung - etwas zu essen. Einen typischen dänischen Lunch - da lassen sich die Dänen echt nicht lumpen, wenn es um Gastfreundlichkeit geht. Obwohl ich habe nicht so einen Begrüßungslunch bekommen?! ;)

Am Dienstag bat mich Nina mit zwei ihrer Gaststudenten (alle Schlafen in Gastfamilien und erleben so das dänische Leben hautnah!) ein bisschen in Brenderup rumzuführen. Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass es hier eigentlich nicht so viel zu sehen gibt. ;) Zunächst gab es ein bisschen Kuchen aus der besten (und einzigen) Bäckerei in Brenderup - Smørkage. Damit sind wir dann zur Hojskole maschiert und haben dort einen Kaffee und den entsprechenden Kuchen zu uns genommen. Lecker! 
Anschließend haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht und haben uns dann wieder in der Schule eingefunden. 

An diesem Abend sollte das Treffen für die Eltern und Kindern der zukünftigen 0. Klasse stattfinden (Zur 0. Klasse gibt es demnächst mal ein bisschen mehr). Dort gab es dann mal wieder was zu essen und ich habe ein bisschen bei der Vorbereitung dessen geholfen. Ja ich war ganz froh nicht alleine in der Højskole sitzen zu müssen, denn die Schüler sind zu ihrem letzten Trip aufgebrochen, der bis Donnerstag früh dauert. Ja, die Workcamper waren noch da, aber das sind ja nicht so viele.Und die sind nun heute auch zu diesem besagten Trip aufgebrochen um die anderen zu treffen. Wäre ich nicht schon verplant gewesen, wäre ich auch mithingefahren!
Zurück zu dem Treffen: Ich fand es toll, die Eltern lernen die Lehrer kennen, die Schule und sich untereinander. Das ist toll. Ich erinnere mich noch, dass meine Eltern nur die wenigstens meiner Lehrer gekannt haben (mich das aber auch nicht weiter gestört hat, weil ich es eben auch nicht anders kannte.). Aber jetzt wo ich das weiß, wie das sein kann, will ich auf jeden Fall später auch mal, ein gutes Verhältnis zu den Eltern meiner Schüler aufbauen. Wieder etwas tolles aus Dänemark mitgenommen. :)
Als ich nach Hause kam, war es echt komisch. In meinem Gang waren alle Türen offen und alle Zimmer leer. Ich hab dann erstmal festgestellt, dass mein Zimmer echt das kleinste ist. ;) Naja an meiner Tür fand ich dann folgenden Zettel:


Voll süß! Zum Glück muss ich mich von Jo, also Joana, noch nicht ganz verabschieden, da sie nach dem Trip als Volunteer arbeiten wird. :)
Am Mittwoch Nachmittag durfte ich mit in ein Kunstmuseum in Kolding - Trapholt. Es war echt ziemlich cool. Zunächst haben wir einen schönen Blick auf den Kolding Fjord genießen dürfen. Und dann haben wir ein sehr seltsames Haus angeschaut, das aus einem Würfelsystem besteht und beliebig erweiterbar ist. Sehr sonderbar.



Im Haus sind zur Zeit noch zwei weitere Ausstellungen (neben einer Dauerausstellung mit lauter Stühlen). Die eine ist von Marco Evaristti und die andere von Nick Cave, nicht dem Sänger. Ersterer wurde in Dänemark vor allem durch folgendes bekannt: Er installierte als "Kunst" Mixer mit Goldfischen drinne und die Mixer funktionierten auch. Viel können sich diejenigen mit viel Phantasie vorstellen was passierte. Für alle andere kann ich es auch erklären: Viele Besucher gingen seiner Bitte nach die Mixer einzuschalten und die Goldfische erlitten einen grausamen Tod. Für die einen Kunst, für die anderen Tierquälerei. Aber er ist damit immerhin im Gespräch geblieben.
Viel hübscher anzusehen war da doch gleich die Ausstellung von Nick Cave unter dem Titel: The World is my skin. Er stellte mit verschiedenen alltäglichen Materialien so etwas wie Kostüme her. 




Das besondere an der ganzen Sache sind die dazugehörigen Musikvideos. Hier zum Beispiel:


Anschließend haben wie noch unzählige Stühle betrachtet. Dänische Architektur. Leider durfte man keinen der Stühle anfassen, geschweige denn sich hinsetzen. 





Okay, das waren also schonmal drei aufregende Tage in dieser Woche. Morgen steht dann Verabschiedung auf dem Plan. Oh gott...ich finde Abschiede blöd!
So, wünscht mir Glück, dass ich diese Nacht ganz alleine in der Højskole überlebe und mich keine Geister anfallen!

Vi ses
Chrissi


Samstag, 8. Juni 2013

Legoland- Here I am!

Die letzte Woche startete gleich mit einem kleinen Highlight: Ich war endlich in Legoland. Hier wird man immer ganz irritiert angeschaut, wenn man sagt, dass man noch nie im Legoland war. Zusammen mit Tina, ihren beiden Jungs, Mads und Jeppe, und einem Freund von Jeppe sind wir am Montag nach der Schule nach Billund gefahren. Im Monat Juni bekommen Freunde von Saisonkarteninhabern den Eintritt ermäßigt. Ich musste also nur die Hälfte bezahlen und das war natürlich optimal. :) Im Legoland war es ziemlich leer und so konnten wir ohne in Menschenmengen zu geraten gemütlich durch den Park schlendern. Alles ist aus Lego, es ist echt ziemlich cool. Kopenhagen, Schweden, Amsterdam, Dschungel - so schnell ist man selten an den ganzen verschiedenen Orten. Und ich traue es mich ja schon fast gar nicht mehr zu schreiben, aber das Wetter war einfach super, Sonnenschein, strahlend blauer Himmel - herrlich.











Danach ging es zu den Fahrtattraktionen. Ich wollte natürlich alles ausprobieren und es hat wirklich Spaß gemacht. Wir mussten glücklicherweise nur bei einer Attraktion anstehen - eine neue Achterbahn mit einem sehr unerwarteten Ende: Man fährt erst ganz normal Achterbahn und dann, wenn man denken könnte es ist vorbei, denn der Wagen bleibt stehen, geht es noch mal 5 Meter nach unten - im freien Fall quasi. Zum Glück war ich vorgewarnt und es war somit nicht ganz so erschreckend. ;) Die letzte Attraktion dieses Tages war noch eine Tour mit einem schlauchbootähnlichem Gefährt. Natürlich im Wasser und am Ende sollte man wohl nass werden. Am Ende waren irgendwie alle mehr nass als ich - es kommt eben echt immer darauf an wo man sitzt. ;) Am Ende gab es für alle noch ein Eis und ein bisschen geshoppt im Legoshop wurde natürlich auch. 
Die schönsten Sachen gehen wie immer viel zu schnell vorbei - so auch dieser ganz wunderbare Nachmittag. 






Was sonst noch los war:
Am Freitag fand in der Schule ein Flohmarkt statt. Das Geld geht an eine Schule in Afrika und es wurden wohl 36.000 Kronen eingenommen - das bedeutet es können zwei Klassenzimmer gebaut werden. Grossartig! Es gab echt eine ganze Menge coole Sachen und ich hätte viel kaufen können, wenn ich auch nur einen Spalt mehr Platz in meinem Koffer hätte. Naja so gabs nur ein bisschen Schmuck. Ansonsten hab ich die Stände mitbetreut und verkauft. Den ganzen Tag in der Sonne (ja, sie hat mal wieder de ganzen Tag geschienen) war echt anstrengend - ich hab mir auch ein bisschen den Scheitel verbrannt. ;(





Mir wurde allerdings an diesem Tag auch mal wieder klar, dass in drei Wochen schon alles vorbei ist. :( Die Zeit vergeht und verging echt wie im Flug. 
Nächste Woche heißt es das erste Mal Abschied nehmen, denn das Semester an der Højskole endet und das hießt so gut wie alle verschwinden in alle Himmelsrichtungen. Die sind mir alle irgendwie ans Herz gewachsen! Zum Glück verweilen einige Volunteere  hier noch länger, sodass ich nicht komplett alleine bin. :)
Also, das wars erstmal
Vis Ses
Chrissi

Donnerstag, 30. Mai 2013

Vom Leben und Schlafen in der Højskole


So langsam werde ich ein bisschen schreibfaul...aber ich will ja auch niemanden langweilen, mit den immer gleichen Phrasen, wie toll es doch hier ist und so weiter. ;)
Letztes Wochenende waren in der Højskole Volunteere, die hatten dort ein Meeting und ich hab doch dort tatsächlich jemanden aus Halle getroffen. Er arbeitet auf einer kleinen Insel im Süden Fünens. Die Welt ist so ein Dorf, verrückt! Es waren auch noch andere Deutsche dabei und so hatte ich die Gelegenheit mal ein bisschen Muttersprache zu tanken. :)
In der Schule ist alles prima, das unterrichten fetzt und ich hab die Planung auch ziemlich gut im Griff. Und ich kann auch nur jetzt den Blog schreiben, weil ich alle kommenden Stunden schon geplant habe und sonst würde ich nur sinnlos in der Weltgeschichte rumsurfen. ;) 
Heute hat mich Helle gefragt, ob wir nichtmal in ihrer 0. Klasse einen deutschen Tag veranstalten sollen. Da habe ich natürlich sofort zugesagt. Die Kleinen sind auch so super niedlich.

Worauf ich mich nach dieser Zeit hier in Dänemark wirklich freue ist meine Wohnung. Alleine zu wohnen hat doch schon einige Vorteile. Niemand knallt Türen zu, denn die Türen in der Højskole haben keine klinken und man muss diese immer geräuschvoll zuknallen. Ich mein, ja es ist auch mal windig und dann kann ich das verstehen. Aber hingegen aller Vorurteile: Es ist NICHT immer windig hier Dänemark und dann sollte es erwachsenen Menschen doch möglich sein, Türen anständig zu schließen. Ich war auch immer der Meinung, das man eine Højskole besucht, um dort etwas zu lernen und nicht um eine Party nach der anderen zu feiern. Naja... falschgedacht! Letzte Woche (und auch einen Teil dieser Woche) wurde meine Fähigkeit "Partyschlafen" auf eine harte Probe gestellt. Findet die Party nur im Partykeller statt ist ja alles in Ordnung, aber einige Leute meinen, sie wohnen alleine und können deswegen nachts auf dem Flur rumrennen und Lärm machen und die Party auf dem Balkon (der sich nicht weit von meinem Fenster entfernt befindet) weiterzuführen. Man, man, man. Ich mag die Jungs und Mädels dort wirklich gerne, aber wenn ich keinen oder nur wenig Schlaf bekomme, da kann ich diese Sympathien schonmal vergessen (ich mein, der ein oder andere wird mich kennen, wenn ich unausgeschlafen bin ;) )

Naja, es gibt aber wiederum auch super tolle Partys am Wochenende, an denen ich natürlich teilnehmen kann, weil ja Wochenende ist. Oder gestern Abend zum Beispiel: Wir saßen alle gemütlich zusammen und Joana (eine Studentin der Højskole und super liebe Person) hat ein Gläschen Wein ausgegeben und dazu gab es Schinken und Cracker und Olivenöl...es war super lecker- es war echt super und wir hatten einen entspannten Abend.

Soviel erstmal heute, ich muss jetzt wieder zum Unterricht. :)

Viele Liebe Grüße
Vi Ses
Chrissi


Sonntag, 19. Mai 2013

KopenhagenKopenhagenKopenhagen!

In dieser Woche freute ich mich eigentlich bereits am Montag auf Freitag...ja ich weiß, dass geht vielen arbeitenden Menschen so, aber ich freue mich auf jeden neuen Tag in der Schule, von Montags bis Freitags. :) Ich hatte auch mächtig was zu tun in dieser Woche und fast wäre es in Stress ausgeartet, aber wie heißt es so schön: Organisation ist alles.
Freitag war es dann soweit: Es machte mich auf den Weg nach Kopenhagen. Ich hatte Glück, dass ich dort überhaupt noch ein Bett im Copenhagen Downtown Hostel (sehr zentral gelegen!) bekommen habe. Dies hätten fast drei, nein eher vier Umstände verhindert.
1. Es ist das Pfingstwochenende und vermutlich nutzen dies viele für ein verlängertes Wochenende.
2. Es war Eurovision Song Contest am Samstag in Malmö und wer kein Bett in Malmö gefunden hat, schläft eben in Kopenhagen,
3. Der Kopenhagen Marathon fand am Sonntag statt und die Läufer von außerhalb müssen logischerweise auch mal schlafen
4. Am Samstag war hier der Kopenhagener Carneval, viel Musik, viel Tanz und ein Umzug durch die ganze Stadt.

Naja nichtsdestotrotz habe ich ein schönes Bett gefunden und wollte diesesmal Dinge besuchen und machen, die bisher noch nicht in Kopenhagen gemacht habe. Samstag früh bin ich dann also gegen 8 aufgewacht und ich stand vor der schwierigen Entscheidung: Liegen bleiben und noch ein bisschen chillen oder aufstehen...naja ich entschied mich fürs ausfstehen und als ich nach dem Frühstück wieder zurück in Zimmer ging und die Schlange vor den Duschen sah wurde mir klar: Du hast alles richtig gemacht. ;)
Dann stand erstmal eine ausgiebige Shoppingtour an, in Brenderup gibts ja nichts (obwohl wir haben jetzt einen neuen Supermarkt....;) ). Naja ich bin dann am Samstag erstmal in langer Hose und langen Oberteil losgelaufen und es war so super warm...kann ja keiner damit rechnen, dass auch in Dänemark im Mai die 25°C erreicht werden.
Nach dem Shoppen also zurück ins Hostel und umgezogen und dann rauf auf eines der zahlreichen Canalboote am Gammel Strand...und es war echt cool und mit 75 Kronen auch gar nicht soooo teuer. Wir fuhren im Hafen umher und in Christianshavn und an der kleinen Meerjungfrau vorbei, die mal wieder übelst belagert wurde. Im Hafen vor dem königlichen  Schloss lag auch die Königsyacht Dannebrog, die ihren Namen...ihr ahnt es sicher schon...von der dänischen Flagge hat. Sehr imposant, wenn auch kein Mitglied der königlichen Familie auf dem Schiff zu sehen war. Während der Fahrt konnte man viele Dänen baden (!) sehen. Ich mein, es reicht ja auch aus, wenn die Außentemperatur zweistellig ist. ;) 

Anschließend machte ich mich auf den Weg zu Vor Frelsers Kirke, eine Kirche im Stadteil von Christianshavn. Ich wollte nun endlich mal Kopenhagen von oben sehen. Wie gesagt es war sehr warm und der Umstand der zahlreichen Stufen nach oben, machte es nicht kühler. Oben angekommen waren allerdings die Strapazen des Aufstieges vergessen, denn es bot sich mir ein ganz wunderbarer Blick über die Dächer Kopenhagens. Herrlich!  Meine "Mittagspause" verbrachte ich am Kanal von Christianshavn, so lässt es sich leben, sag ich euch. Ich suchte mir dabei auch direkt mal mein zukünftiges Hausbot aus. ;)






















Am Abend wollte ich dann sehen, wie die Dänen den ESC begehen...schließlich wird hier jede Kleinigkeit gefeiert, warum nicht auch das. Naja ich wusste nach kurzer Internetrecherche, das auf dem Rådhusplads eine Leinwand aufgebaut wird und dort bewegte ich mich dann gegen 19Uhr hin, hätte ja sein können, ich bekomme sonst keinen Platz mehr. Naja ich hätte ich auch genausogut gegen 20.59 dort auflaufen können und hätte immer noch einen ansprechenden Platz bekommen. Die Leute kamen alle so nach und nach gemütlich angeschlendert und auch der Aufbau von Kamera und Co erfolgte erst so gegen 20:45. Aber als dann Emmelie de Forest als 18. auftrat, waren unzählige Leute auf dem Plads und während beim Auftritt zuvor noch alle gemütlich auf dem Boden saßen, standen nun alle auf und tanzten und sangen mit unserer dänischen Teilnehmerin...sehr schön. 


Da es ohne Sonne schnell kalt wird, habe ich mich nach den Gesangsauftritten zurück ins Hostel bewegt, in der Hoffnung, dort weiter gucken zu können. Ja der Fernseher lief und traf drei irische Mädels und wir "fieberten" gemeinsam der Entscheidung entgegen. Unser Tisch wurde voller...wie das halt so ist und als Dänemark am Ende als Gewinner feststand wurde das bejubelt, allerdings nicht so überschwänglich wie erwartet,  es ist eben doch "nur" der ESC! Hier nochmal der Beitrag der niedlichen Waldelfe:



Wir ließen den Abend dann noch in einer schottischen Bar ausklingen.
 Hier aber nochmal der beste Grandprixauftritt ever ;)



Einen kleinen Strich durch die Rechnung hat mir am Sonntag der Regen gemacht...ja nach Sonnenschein folgt eben manchmal auch Regen. Eigentlich wollte ich in den Zoo und in den Botanischen Garten, da beides bei Regen nur bedingt Spaß macht, hab ich mich doch für Den Blå Planet, ein riesiges Aquarium, entschieden. 





Wer mir allerdings gesagt hat, dass ich nach Dänemark keinen Regenschirm mitnehmen muss,weiß ich bis heute nicht. Durchnässt kam ich dann am Aquarium an und stand noch ein bisschen weiter im Regen, denn es war eine recht große Schlange davor. Drinnen angekommen, war alle schon sehr beeindruckend, ich habe Nemo in seiner Anemonemone und einige Seepferdchen gesehen. Außerdem einen Teufelsrochen, einige kleinere Haie und Seesterne...also alles was man sonst so bei sich in der Badewanne nicht findet (und auch nicht finden sollte.)
Durchgefroren ging es dann zurück ins Hostel. Mal sehen was der Abend und der morgige Vormittag noch bringt. 
Also ihr werdet es erfahren.
Vis ses,
Herzallerliebste Grüße
Chrissi

Nachtrag:
Ja also Montag war ich nun doch nur ein bisschen spazieren, im Rosenborg Schhlospark und habe dort ganz entspannt meinen Kopenhagen Aufenthalt ausklingen lassen. :)