Stockholm - und die Sonne lacht!
Angekommen in Stockholm am Donnerstag beschloss ich meinen
Füßen einen Gefallen zu tun und ein drei Tagesticket für die Öffentlichen
Verkehrsmittel zu kaufen. Das war auch nötig, denn das Hostel in Stockholm lag
4km vom Hauptbahnhof entfernt. Gefunden habe ich es aber gleich und ich war
gleich ein bisschen begeistert. Die Insel Långholmen beherbergte nämlich bis
1975 das Gefängnis Stockholms und in eben diesem Gebäude lag auch das Hostel.
Geschlafen wurde also in den ehemaligen Zellen. Alles war wieder
superordentlich und eine hübsche Gästeküche hatten sie auch. Ankommen, ein
bisschen einrichten und dann ging es wieder zurück in die Stadt auf der Suche
nach einer Touristinformation. Einen Stadtplan hatte ich schon und so begann
ich in Gamla Stan, also der alten Stadt, nach dem Touristbüro zu suchen.
Gefunden habe ich den Laden, nur leider lagen die Öffnungszeiten nicht am
Donnerstag. Naja es muss auch mal ohne gehen, hab ich mir gedacht und dann bin
ich erstmal einfach der Nase nach in Richtung Stadt gelaufen und irgendwie
führt mich meine Nase immer in die Einkaufsstraßen von Städten. Nachdem ich
also ein bisschen bummeln war und jetzt endlich mal was gekauft habe (nachdem
in den letzten beiden Städten immer noch auf das Gepäck achten musste und was
ich noch wohin tragen muss), begab ich mich wieder zurück in Richtung Hostel. Zurück im Hostel stellte ich fest, dass die
beiden Mädels in meinem Zimmer aus Deutschland kommen und so konnten wir uns
ein bisschen austauschen und ich konnte sie ausquetschen, was noch so
sehenswert ist in Stockholm.
| Hostel Nr. 3 |
| See am Hostel |
Am nächsten Tag fuhr ich dann zum Drottningham Palace, also
einem Schloss der königlichen Familie. Es lag ein bisschen auswärts,
schließlich muss auch irgendwo der riesige Schlossgarten untergebracht werden.
Da ich in dem Park aufgrund von akutem Glatteis nicht wirklich vorankam,
beschloss ich die 100SEK in einen Schlossbesuch zu investieren – das hätte ich
mir allerdings auch sparen können, denn man konnte sich nicht allezu viel
anschauen und Schlösser sehen von innen eh meistens gleich aus – naja später
ist man ja immer klüger!
| Schloss Drottningholm |
Nach diesem Schlossbesuch fuhr ich zurück in die Stadt
und besorgte mir beim Stadtmuseum einen Stadtplan um die sogenannte
„Milleniums- Tour“ zu machen. Ich war also auf den Spuren von Mikael Blomkvist
und Lisbeth Salander unterwegs – für die nicht so Lesebegeisterten unter euch:
Es geht um die drei weltbekannten Bücher des schwedischen Autors Stieg Larsson
„Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ – die zu einem großen Teil in
Stockholm spielen – absolute Leseempfehlung, aber es gibt auch zwei
Verfilmungen – eine schwedische Independence Verfilmung für das ZDF und eine
mit Daniel Craig. Ich folgte dann also dem besagten Stadtplan und kam an ganz
wundervolle Orte in Stockholm, die ich ohne wohl nicht gefunden hätte.
Irgendwie war also auch der Freitag verflogen wie im Fluge.
Abends wollte ich dann mein Ticket für Sonntag buchen und was musste ich voller
Entsetzen lesen: SOLD OUT! WTF?! Ich konnte ja auch nur den einen Zug nehmen um
wieder ins schon oft beschrieben Dorf zu kommen. Ich hatte also zwei
Möglichkeiten: Entweder noch eine Nacht länger bleiben und Montag zurück fahren
oder eine 12- stündige Reise quer durchs Land auf mich zu nehmen. Ich entschied
mich für letzteres, da ich nicht noch eine Nacht bezahlen wollte. Also Ticket
gebucht, und Samstagabend um 22:45 sollte der Bus Richtung Göteborg losfahren
und von dort aus bringt mich nun der Zug nach Kopenhagen.
Aber zurück zum Samstag: Ich schlief erstmal aus und
schlenderte dann gemütlich durch die Stadt bis mir einfiel: ach Mist du
wolltest dir doch die Wachablösung am Schloss angucken. Dann hab ich also die
Beine in die Hand genommen und bin zum königlichen Schloss in Gamla Stan
gelaufen. Die Wachparade war natürlich schon in vollem Gange, aber ich bekam
noch genug mit und konnte so mal der schwedischen Parade beiwohnen.
An diesem
Tag wollte ich mir das Geld für die Schlossbesichtigung sparen und ging
stattdessen in die Storkyrkan, die ehemalige Krönungskirche. Hier fand übrigens
auch die Hochzeit von Kronprinzessin Victoria und ihrem Daniel statt – wie
schön, ich mag ja sowas!
Ich schlenderte dann noch ein bisschen durch die Gassen in
Gamla Stan, kam auch noch an der Deutschen Kirche vorbei und stellte fest: die
ist nicht ganz so hübsch, wie die Storkyrkan und auch ein bisschen übertrieben!
Der nächste Punkte auf meiner To- Do- Liste für Stockholm: Das Nobelmuseum –
diesmal mit Audioguide. Es war super Interessant, es ging um das Leben von
Alfred Nobel und auch sein Testament wurde mir vorgelesen – in diesem hatte er
ja vermerkt, dass sein Geld zu Gunsten eines Nobelpreises verwendet werden soll
– und so ist es ja bis heute und am Todestag Nobels, dem 10. Dezember, werden
alljährlich die Nobelpreise verliehen.
Damit neigte sich auch dieser Tag wieder dem Ende zu, schließlich musste
ich noch meine ganzen Errungenschaften verstauen.
Heute Abend gegen 17.30 werde ich dann wieder zurück in
Brenderup sein – nach einer schier endlosen Reise.
Diese Reise nach Schweden war echt ein Highlight und ich
muss mich auch mal ganz herzlich beim Wettergott bedanken- ich hatte die ganze
Woche puren Sonnenschein. Übrigens sagen die Göteborger, das das schönste an Stockholm der Zug nach Göteborg ist. Okay, 100%ig kann ich das nicht teilen, aber insgesamt ist Göteborg mein Favorit der besuchten Städte.
| Haha...German Bier drinking Music ;) |
Also: Bis dann also und ich hoffe ihr habt heute alle eure Eier gefunden!
Eure Chrissi
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